Mittwoch, 27. Mai 2015

Vorstellung des Teams - Der Film

Vorstellung des Teams - Die Pressekonferenz

Am Dienstag haben wir unseren eT2 öffentlich vorgestellt. Eine wunderbare Pressekonferenz am Dorstener Rathaus bei gutem Wetter. So darf’s auch sein, wenn wir am 12. Juni auf die Strecke gehen. Und dabei haben wir auch ein bis zu diesem Tag gut gehütetes Geheimnis gelüftet: Weil Blau und Weiß unseren Bulli ziert, konnten wir einen ganz besonderen „Paten“ für unsere Teilnahme an der Wave Trophy 2015 gewinnen: Olaf Thon, Schalker Legende und Fußballweltmeister von 1990, stärkt uns ideell den Rücken, wenn wir in Plauen auf die 2500 Kilometer lange Piste nach St. Gallen starten.
Wir haben erst am Dienstag erfahren, wie gut wir es mit unserem „Paten“ getroffen haben: Zum Schalker Fuhrpark gehörte ebenfalls ein T2 und mit dem hat Olaf Thon schon mal eine Rallye-Etappe als Pilot gemeistert. Das gibt unserem Team natürlich zusätzlichen Rückenwind. Als Sportsmann gab er den Piloten mit auf den Weg: „Das ist wie bei Olympia. Dabeisein ist alles!“
Neben dem bekannten Fußballstar gab es an diesem Tag noch mehr Stars im Blitzlichgewitter: Zuallererst natürlich unser eT2, frisch als Prototyp vom TÜV für die Straße zugelassen. Die Reporterinnen – die Medien waren tatsächlich nur durch Frauen vertreten – waren sichtbar ganz verliebt in den glänzenden Kleinbus.
Und dann unser Fahrer und Werkstattmeister Stephan Thiemann, unter dessen Regie arbeitslose junge Leute den Bulli von 1979 restauriert und modern aufgebaut haben. Unser Chef-Schrauber musste etliche Interviews geben.
Als Fan des eT2 bekannte sich auch Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff. Der Diplom-Physiker hat selbst über moderne Batterietechniken geforscht und kann darum ermessen, wie viel technische Kreativität in der Runderneuerung des Fahrzeugs steckt. „Aber die faszinierende Technik ist nur ein Aspekt dieser Story”, so Stockhoff. „Viel wichtiger ist, wie viel Energie die Arbeit an dem Bus in den Teilnehmern des Projekts freigesetzt hat. Ich drücke die Daumen, dass alle ihre Batterien so gut aufgeladen haben, dass sie einen guten Start ins Berufsleben finden.”
Und damit sind wir bei den wichtigsten Stars unseres Oldtimer-Projekts: Den jungen Leuten, die in den Werkstätten der Dorstener Arbeit schrauben, lernen und sich rüsten für ein erfolgreiches Berufsleben. Immerhin: Von 14 Teilnehmern der Operation „eT2“ haben sechs direkt einen guten Job oder eine Lehrstelle gefunden. Klaus Lammers vom Dorstener Jobcenter: „Das Projekt hat schon vor der Rallye ganz viele Gewinner.“
Wir sind dankbar, dass uns so viele Leute und Institutionen dabei unterstützen, jungen Menschen eine Perspektive zu geben. Jungen Menschen, die der Arbeitsmarkt eigentlich abgeschrieben hat.
Wir danken Olaf Thon für die Unterstützung, der KAB und der Stadt Dorsten als Gesellschaftern der Dorstener Arbeit, dem Jobcenter für die Finanzierung der Maßnahme und unseren Sponsoren, dem Stromversorger RWE und der B&W Energy GmbH & Co. KG aus Heiden (Kreis Borken), die die Kosten dieser Rallye stemmen.

Pressestimmen: 

Donnerstag, 21. Mai 2015

Jasmin stellt sich vor


Werkstattmeister Stephan Thiemann ist sicher der Ziehvater unseres eT2-Bullis und aller Oldtimer, die wir davor aufgemöbelt haben. Daran mitgearbeitet haben aber ganz viele. Und in den nächsten Wochen möchten wir Euch ein paar junge Leute aus unserem Team vorstellen.

Zum Beispiel Jasmin, 25 Jahre alt. Das Mädchen hat Benzin im Blut und ist stolz darauf, dass sie das mit dem Oldtimer-Projekt der Dorstener Arbeit zeigen konnte.
Eigentlich wollte sie einen ganz anderen Beruf lernen: Game-Designerin. Auch das ist kreativ, anspruchsvoll und hat viel mit Technik zu tun. Dafür hat Jasmin einfach ein Händchen.
Bei einem Termin im Jobcenter fiel ihr aber ein Plakat zu unserem Oldie-Projekt auf und sie bat, daran teilnehmen zu dürfen. Die Qualifizierung wurde bewilligt und Jasmin hat mitgearbeitet an unserem ebenfalls auf Elektro-Antrieb umgebauten und restaurierten eKarmann-Ghia.
Oldtimer waren für Jasmin kein technisches Neuland. Durch einen Großonkel und Nachbarn hatte sie schon Gelegenheit, selbst den Schraubenschlüssel in die Hand zu nehmen. Mittlerweile sagt sie, dass ihr Herz an diesen alten Autos hängt. Den Wunsch, Game-Designerin zu werden, hat sie längst an den Nagel gehängt. KFZ-Mechatronikerin möchte sie jetzt werden und hofft, eine passende Lehrstelle zu finden. Auch den Führerschein möchte sie bald machen und irgendwann ein eigenes Auto fahren.
An dem würde sie natürlich alle Arbeiten selbst erledigen. Vor allem die Elektrik macht ihr keine Angst. Da ist sie richtig fit drin, sagt unser Werkstattmeister.
Im Projekt der Dorstener Arbeit hat sie aber auch andere Arbeiten kennengelernt: Inspektion, Reifenwechsel, Demontage und Montage von Bauteilen, Lastmodule löten, Akkupacks verbinden, Kabelbäume wickeln oder beim Einbau der Bremspumpe helfen.
Ihr Ziel ist eine Ausbildung als KFZ Mechatronikerin. Hier bewirbt sie sich aktuell fleißig. Eine Zusage war allerdings noch nicht dabei. Wer dem Mädchen eine Chance geben möchte, kann sich gerne an das eT2-Team der Dorstener Arbeit wenden.

Wir wünschen Jasmin, dass sie bald ihren Traumjob findet. Und sie wiederum drückt dem eT2-Team für die Wave 2015 alle Daumen für die Tour. Dass immer genug Volt im Tank sind . . .